Wechsel in der Leitung der Geschäftsstelle des InnoMed e.V. zum 15.09.2018


Mit Wirkung zum 15.09.2018 wird Herr Claus Vorstadt als ehrenamtlicher Leiter der Geschäftsstelle des InnoMed e.V. bestellt.
Wir danken Herrn Dr. Fleischer für die in den letzten beiden Jahren mit hohem Engagement durchgeführte Leitung der Geschäftsstelle und wünschen Herrn Vorstadt hierfür viel Erfolg.


Patentwesen in der Medizintechnik

Am Mittwoch, den 13. Juni 2018, fand der 12. Medizintechnikstammtisch des InnoMed Netzwerk für Medizintechnik Sachsen-Anhalt e.V. im Forschungs- und Entwicklungszentrum Magdeburg statt.

Hierfür konnte Herr Dr. Edgar Lins, Patentanwalt der Kanzlei Gramm, Lins & Partner aus Braunschweig, als Referent gewonnen werden. Schwerpunkt der Kanzlei ist die umfassende Beratung mittelständischer Unternehmen und auch internationaler Konzerne auf dem Gebiet des gewerblichen Rechtsschutzes. Dabei werden neben den rechtlichen Fragen auch die wirtschaftliche Lage sowie die speziellen Interessen der einzelnen Mandanten berücksichtigt.

In seinem Referat sensibilisierte Herr Dr. Lins zunächst, warum man Patente überhaupt benötigt. Er ging aus Unternehmenssicht auf die Frage nach dem strategischen Aspekt im Wettbewerb ein und erläutert zugleich die Vorgehensweise. Darüber hinaus erklärte er, wie Wissenschaftler Patente strategisch anmelden, z. B. um eine spätere Ausgründung auf der Basis nicht zu erschweren. Daneben reflektierte Herr Dr. Lins den Aspekt eines immer größer werdenden Anteils an Software in Medizinprodukten und die Frage nach der Sicherung von geistigem Eigentum an dieser Stelle.


Fördermöglichkeiten auf Landes- bzw. europäischer Ebene

Der 11. Medizintechnikstammtisch des Vereins InnoMed e.V. am 16.01.2018 widmete sich den Möglichkeiten einer Förderung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, die im Land Sachsen-Anhalt oder zusammen mit europäischen Partnern durchgeführt werden.

Hierfür wurde zum einen Herr Reno Paul gewonnen, der für den Bereich Innovation und Technologie in der Investitionsbank Sachsen-Anhalt verantwortlich ist. Er legte dar, mit welchen Technologieförderprogrammen die Investitionsbank Sachsen-Anhalt denjenigen Unternehmen hilft, die Innovation als Schlüssel für Wettbewerbsfähigkeit nutzen. Insbesondere ging Herr Paul auf die Änderungen der Richtlinien im Bereich Forschung und Entwicklung ein und informierte über die Neuerungen. Daneben präsentierte Herr Marko Wunderlich vom Enterprise Europe Network (EEN) Sachsen-Anhalt die Fördermöglichkeiten auf europäischer Ebene.

In Ergänzung zum Stammtisch im November 2016, bei dem Bundesprogramme im Mittelpunkt standen, wurde damit der Bogen über alle Ebenen geschlagen – dem Wunsch Rechnung tragend, die Vereinsmitglieder noch besser im Bereich Forschung und Entwicklung zu positionieren.

 


Aktuelles zur Wirtschafts- und Forschungsförderung im Land

Am 20.06.2017 lud der InnoMed Netzwerk für Medizintechnik Sachsen-Anhalt e.V. zum 10. Medizintechnikstammtisch ein. Gast des Stammtisches war Herr Dr. Jürgen Ude, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt. Von ihm erfuhren die Teilnehmer über die aktuellen Rahmenbedingungen für Forschungsexzellenz und Unternehmertum. Schwerpunkte seines Referates war die Gestaltung der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft sowie die Themen Innovation, Investition sowie Wirtschafts- und Forschungsförderung. Neben einem Einblick in die aktuelle Struktur des Ministeriums erhielten die Anwesenden Informationen zur Einbettung der Leitmarktaktivitäten in die regionale Innovationsstrategie des Landes Sachsen-Anhalt sowie den Maßnahmen zur Stärkung des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandortes und deren Ausgestaltung. In diesem Kontext legte Herr Dr. Ude sowohl die Position der Landesregierung zur Medizintechnik als auch seine persönliche Vorstellung zur Entwicklung der Branche dar.


Gespräch mit MdB Tino Sorge bei der HASOMED GmbH

Am 24.02.2017 war der Bundestagsabgeordnete Tino Sorge zu Gast bei der HASOMED GmbH, Mitgliedsunternehmen im InnoMed Netzwerk für Medizintechnik Sachsen-Anhalt e.V. Im Wahlkreis Magdeburg direkt gewählt, sitzt Tino Sorge seit im Deutschen Bundestag. Er ist unter anderem Berichterstatter für Gesundheitswirtschaft und Gesundheitsforschung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sowie Mitglied des Gesundheitsausschusses und damit Experte in Fragen der Gesundheitspolitik.

In einem angeregten Dialog, an dem sich auch InnoMed-Geschäftsstellenleiter Frank Fleischer beteiligte, wurden die für hiesige Medizintechnikfirmen relevanten Themen behandelt. Unter anderem ging es um die wachsenden regulatorischen Anforderungen an Inverkehrbringer und Benannte Stellen, die aus verschärften EU-Vorgaben resultieren. Auch die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte wurde diskutiert. Schließlich wurden die Zulassung von Medizinprodukten bzw. die ISO 13485 zum Managementsystem für das Design und die Herstellung derselben erörtert. MdB Sorge nahm die Anregungen aus seinem Wahlkreis interessiert auf. Wir bedanken uns bei ihm für den Gedankenaustausch und das Versprechen, sich für die hiesige Branche stark zu machen.

Foto: HASOMED GmbH
Foto: HASOMED GmbH


Kooperation zwischen dem Verein deutscher Ingenieure und den Medizintechnik-Netzwerken Sachsen-Anhalts

Medizintechnik ist allgegenwärtig und hochkomplex. Was im 19. Jahrhundert mit der Messung der Köpertemperatur und des Blutdrucks sowie der Stethoskopie begann, über künstliche Gelenke, Elektroenzephalografie, Elektrokardiographie und Herzschrittmacher seinen Weg nahm, befasst sich heute mit Telemedizin, bildgebenden Verfahren, minimalinvasiven Eingriffen und robotisierter Spitzentechnik im Operationssaal. Dabei sind Mediziningenieure oder Medizintechnikingenieure der Motor für den medizinischen Fortschritt, gerade im Bereich chirurgischer Instrumente und medizintechnischer Geräte.

Um den stetig wachsenden Herausforderungen an die vielseitige Produktpalette gerecht zu werden, bedarf es an der Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine gut ausgebildeter Entwickler. Das Curriculum von Ingenieuren macht diese zu geistigen Eltern technischer Systeme, mit deren Hilfe naturwissenschaftliche Erkenntnisse zum praktischen Nutzen der Menschheit angewendet werden. Aus diesem Grunde haben die Medizintechnik-Netzwerke des Landes Sachsen-Anhalt, also der Cluster Medizin- und Gesundheitstechnik sowie der InnoMed Netzwerk für Medizintechnik Sachsen-Anhalt e.V. eine Kooperationsvereinbarung mit den regionalen Vertretungen des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI), d.h. dem Landesverband Sachsen-Anhalt sowie dem Magdeburger Bezirksverein, abgeschlossen. Auf dieser Grundlage soll die Fachkräftegewinnung und -sicherung für die medizintechnische Industrie unterstützt werden, die zu den innovationsstarken Branchen in Deutschland gehört. Sie ist durch ein hohes Maß an interdisziplinärer Zusammenarbeit gekennzeichnet: Ingenieure, Naturwissenschaftler und Ärzte arbeiten gemeinsam an neuen technischen Lösungen mit dem Ziel, treffsicher Diagnosen und schnelle Heilungsverfahren zu ermöglichen. Auch die Prävention, Behandlung und Nachversorgung von Volkskrankheiten sollen damit verbessert werden.

Der VDI engagiert sich für dieses Thema mit unmittelbarem Anwendungsbezug, weil die Medizintechnik viele technische Disziplinen integriert und Netzwerkarbeit für viele Branchenakteure zur Selbstverständlichkeit gehört, um zukunfts- und menschenorientierte Konzepte entwickeln und umsetzen zu können. Basis dieses Engagements ist die gemeinschaftliche Vision, die Medizintechnik als wichtigen Partner in der regionalen Wertschöpfungskette und als belastbaren Wirtschaftsfaktor in Sachsen-Anhalt zu etablieren, der vorhandene Arbeitsplätze sichert und viele neue schaffen wird.

Gemeinsames Ziel der Partner ist es, im Bereich der Medizintechnik tätige oder an einer Geschäftsfeldausweitung in diesen Wirtschaftszweig hinein interessierte Unternehmen zusammenzuführen und für diese einen Mehrwert zu generieren. Künftige Errungenschaften der Medizintechnik wollen mitgestaltet werden – das haben sich die Unterzeichner vorgenommen.


Fördermaßnahme "KMU-innovativ: Medizintechnik" vorgestellt

Am 29.11.2016 fand der 9. Magdeburger Medizintechnikstammtisch des InnoMed Netzwerk für Medizintechnik Sachsen-Anhalt e.V. statt.

Als Referent konnte Herr Dr.-Ing. Arne Hothan von der VDI Technologiezentrum GmbH, dem Projektträger des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für diese Fördermaßnahme gewonnen werden. Dort ist Herr Dr. Hothan Technologieberater für fachliche Forschungsförderung im Bereich Gesundheitswirtschaft und verfügt damit über einen immensen Erfahrungsschatz, was Bewerbungen auf dieses Instrument anbelangt. Nach der Vorstellung des „KMU-innovativ: Medizintechnik“ im Rahmen seines Vortrages, gab Herr Dr. Hothan einiges von diesem Wissen weiter. Die lebhafte Diskussion half den anwesenden Vereinsmitgliedern, weitere Detailkenntnis über diese spezielle Fördermaßnahme zu erlangen, welche innovative kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die in der Medizintechnik tätig sind bzw. ihr Geschäftsfeld in diesem Bereich erweitern und stärken wollen bei industriellen Forschungs- und vorwettbewerblichen Entwicklungsvorhaben unterstützt. Auch gab Herr Dr. Hothan eine erste Einschätzung zur Fördermaßnahme „Neue Therapieoptionen durch innovative Medizintechnik zur Behandlung chronischer Erkrankungen“ ab, zu der bis 15.11.2016 Bewerbungen eingereicht werden konnten.

Im Anschluss an den Vortrag wurde von der Möglichkeit zur Diskussion und Vernetzung wie gewohnt Gebrauch gemacht.

Abbildung 1: Dr. Fleischer, Leiter der Geschäftsstelle des InnoMed e.V. (rechts), begrüßt den Referenten, Herrn Dr. Hothan von der VDI Technologiezentrum GmbH (links)
Foto: Dr. Fleischer, Leiter der Geschäftsstelle des InnoMed e.V. (rechts), begrüßt den Referenten,
Herrn Dr. Hothan von der VDI Technologiezentrum GmbH (links)



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